Moderator Werner Wille, Uwe Scheibler, Martin Bäumer, MdL; Dinah Stollwerck-Bauer, Hubert Kellner und Dr. Dirk Augustin (v.l.n.r.) bei der o.a. Podiumsdiskussion in Lenglern
Nicht jedes Dorf eigne sich als Bioenergiedorf so hervorragend, wie Krebeck, Wollbrandhausen und Jühnde. „Ich habe beide Anlagen besucht und sage: Dort passt es“, sagte Stollwerck-Bauer vor 150 Teilnehmern bei der Veranstaltung in Lenglern. Die 34-jährige hat mit Uwe Scheibler vom BUND, Martin Bäumer, Umweltpolitscher Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dirk Augustin, Uni Göttingen und Hubert Kellner das Thema: „Biogasanlagen – verheizen wir unser Essen?“ diskutiert.
Von einem Masterplan zur Energiewende könnten die Städte und Gemeinden, beispielsweise bei der Änderung ihrer Flächennutzungspläne, profitieren. „Ein Masterplan des Landkreises könnte die Städte- und Gemeinden finanziell entlasten“, rechnet Stollwerck-Bauer. Die Kompetenz bei der Ausweisung der Flächen haben die Gemeinden. „Der Masterplan soll hier nur Empfehlungen geben“, so die Idee der
Landratskandidatin. Er könne zur Fortschreibung des regionalen Raumordnungsprogramms dienen.
Als weiteren Partner bei der Bestimmung des richtigen Energiemix für den Landkreis sieht Stollwerck-Bauer beispielsweise die HAWK. Vorbild für den Masterplan könne das Projekt „Duderstadt 2020“ sein. „Wenn die Bürger über ihre Energieversorgung selbst entscheiden können, stärkt das den Zusammenhalt und stiftet Identität“, so Stollwerck-Bauer. Bei einem Besuch der HAWK hatte sich die 34-jährige in der vergangenen Woche über die Bürgerbeteiligungsprojekte der Göttinger Wissenschaftler informiert.